Filters: Deine Fotobibliothek nach Farbe durchsuchen
Ich bin immer wieder auf dasselbe Problem gestoßen. Ich wusste, dass das gesuchte Foto überwiegend grün war — nicht, dass irgendwo eine Pflanze darauf zu sehen war, sondern dass Grün das Bild beherrschte — und es gab schlicht keine Möglichkeit, genau danach zu suchen. Die Suche kennt Gesichter, Orte, Daten und im besten Fall das Wort „Hund”. Über Farbe weiß sie rein gar nichts — dabei ist Farbe das Erste, was man an einem Bild wahrnimmt, und das Letzte, wonach eine Foto-App suchen lässt.
Genau das macht Filters. Die App liest deine Bibliothek einmalig ein, ermittelt, welche Farben in jedem Bild dominieren und in welchem Ausmaß, wie unruhig das Bild ist und was darauf zu sehen ist. Danach erfolgt jede Abfrage sofort.
Was du abfragen kannst
Vierundzwanzig Farben: einundzwanzig Farbtöne von Rot bis Karmesin, dazu Weiß, Grau und Schwarz für Bilder ohne ausgeprägten Farbton. Für jede Farbe lässt sich ein Schwellenwert einstellen — Orange ≥ 20 % findet eine Jacke in einer Menschenmenge, Orange ≥ 60 % einen Sonnenuntergang.
Hinzu kommt die Bildunruhe — Ruhig, Mittel oder Unruhig — also der Unterschied zwischen einem leeren Himmel und einer dichten Laubwand. Sechs Motive werden direkt auf dem Gerät erkannt. Favoriten, die du bereits markiert hast. Datumsbereiche. Bis zu drei dieser Kriterien lassen sich zu einer einzigen Abfrage kombinieren, dargestellt als drei überlappende Kreise mit der aktuellen Trefferanzahl in der Mitte — so siehst du in Echtzeit, wie sich die Suche präzisiert, während du einen Schwellenwert verschiebst, statt ins Leere zu suchen.
Falls eine Abfrage keine Ergebnisse liefert — was bei drei kombinierten, engen Filtern vorkommt — erhältst du Vorschläge, hinter denen bereits Treffer stecken. Schwellenwert auf 45 % senken. Rosa statt Karmesin probieren. Zeitraum erweitern.
Wo die Fotos bleiben
Nirgendwo. Die gesamte Analyse läuft auf deinem Gerät, mithilfe von Apples Frameworks, und der dabei erstellte Index ist ein lokaler Cache. Es gibt kein Konto, keinen Upload und keine Analyse der Inhalte deiner Bibliothek. Löschst du die App, verschwindet der Index mit ihr. Für ein Produkt, dessen eigentliche Aufgabe es ist, jeden Blick in deine Fotos zu werfen, schien das der einzig vertretbare Weg, es zu entwickeln.
Was es kostet
Die kostenlose Version umfasst die letzten zwölf Monate deiner Bibliothek mit allen Filtern — kein Testzeitraum, keine eingeschränkte Stufe. Pro schaltet dieselben Werkzeuge für deinen gesamten Fotobestand frei: einmalig 19,99 € oder 9,99 € pro Jahr.
Filters wird gerade für iPhone und iPad fertiggestellt; eine Mac-Version folgt im Anschluss. Wer beim Denken über Fotos zuerst an Farbe denkt, wird kaum mehr ohne diese App auskommen.